2013: Erfolgreiche Events zum Abschluss von „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“

Erfolgreiche Events zum Abschluss von „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“
Am 4. April, dem internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr, fand die erfolgreiche Kampagne mit Aktionen in Berlin und München ihren Höhepunkt. In den Tagen vorher wurde bei Aktionen in weiteren Städten Deutschlands Bein gezeigt.
Mit einer einfachen Geste – einem hochgeschlagenen Hosenbein – haben 34 Prominente wie Regisseurin Doris Dörrie, Schauspielerin Ulrike Folkerts, Prinzessin Astrid von Belgien und 55 PolitikerInnen Bein für eine Welt ohne Minen gezeigt und gemeinsam mit fast 50.000 Menschen in einer weltweiten Petition gefordert, dass die US-Regierung endlich dem internationalen Minenverbotsabkommen beitritt. Höhepunkt der internationale Kampagne „Lend Your Leg – Zeig Dein Bein für eine Welt ohne Minen“ war der 4. April – der internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahr. Bei Aktionen in Berlin und München präsentierten ab 12 Uhr erfahrene Kampfmittelräumer auf künstlichen „Minenfeldern“ ihre riskante Arbeit. Lebensgroße Tafeln von Minenopfern vor dem Brandenburger Tor mahnten mit eindringlichen Worten als Stellvertreter für über 500.000 überlebende Opfer von Minen und Blindgängern. Vor dem Münchner Rathaus zeigten Regisseurin Doris Dörrie und Bürgermeister Hep Monatzeder gemeinsam mit vielen Münchnerinnen und Münchnern vor einer riesigen einbeinigen Hose ihr Bein. Um 13 Uhr wurde in Berlin die Petition in einer symbolischen Aktion an die US-Botschaft übergeben.

Die Extremkletterer Huberbuam haben sich für die Aktion auf einem Gipfel fotografieren lassen, Doris Dörrie auf Reisen, Prinzessin Astrid in einer Ausstellung von Handicap International in Brüssel; neben dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und Popsänger Sebastian Krumbiegel sind auch Schauspielerin Ulrike Folkerts sowie zwei ihrer Tatort-Kollegen Felix Klare und Hartmut Volle dabei. Alle Fotos der „gezeigten Beine“ wurden auf der Webseite www.zeigdeinbein.de gesammelt, zudem kann dort auch die Petition an die USA unterzeichnet werden, die bereits von fast 50.000 Menschen unterzeichnet wurde und noch fortgesetzt wird. Die Kampagne fordert damit von der US-Regierung, endlich dem Vertrag über ein Verbot von Anti-Personen-Minen beizutreten. 162 Staaten haben dieses 1997 geschlossene Abkommen bereits unterzeichnet.

Doch nicht nur in Deutschland wurde der UN-Minentag begangen. In zahlreichen Ländern fanden ebenfalls Veranstaltungen und Aktionen statt. So wurde im UN-Hauptquartier in New York UN-Generalsekretär Ban Ki-moon – der einer der ersten Unterstützer der Kampagne war und auch „Bein zeigte“ – im Rahmen der gemeinsamen Ausstellung „Für eine minenfreie Welt“ von Handicap International, SODI, medico international und vom Auswärtigen Amt zu einer Rede über die noch immer in bis zu 76 Ländern lauernde Minengefahr erwartet.