Presseerklärung vom 31. März 2014

Sänger Sebastian Krumbiegel und Minenüberlebender aus Tadschikistan zeigen Bein gegen Landminen und Streubomben

4. April: Aktion vor dem Brandenburger Tor mit einer überdimensionalen Beinskulptur, Entminungsvorführung und Stelzenläufer

„Zeig dein Bein. Hilf mit. Rette Leben.“ Unter diesem Motto sammelten die beiden Hilfsorganisationen Solidaritätsdienst-international (SODI) und Handicap International in den vergangenen Wochen Unterschriften für eine Petition an Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Diese fordert wichtige Schritte zu einer Welt ohne Minen und Streubomben und wurde bereits von 5218 Menschen unterzeichnet. Höhepunkt der Kampagne ist eine öffentliche Aktion am 4. April – dem Internationalen Tag zu Aufklärung über die Minengefahr – vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Ab 12 Uhr befüllen der Sänger Sebastian Krumbiegel und Umedjon Naimov, Minenüberlebender aus Tadschikistan, ein drei Meter hohes Kunstobjekt in Form eines Beines mit den bis dahin eingegangenen Unterschriften der Petition. Zudem zeigt ein erfahrener Kampfmittelräumer auf einem künstlichen Minenfeld seine riskante Arbeit.

Mit der Kampagne „Zeig dein Bein. Hilf mit. Rette Leben.“ bringen die beiden Hilfsorganisationen SODI und Handicap International längst vergessene Kriege und deren Opfer in die Öffentlichkeit. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern sowie Prominenten wie Sänger Sebastian Krumbiegl, Schauspielerin Ulrike Folkerts, Regisseurin Doris Dörrie und Model Mario Galla, der selbst mit einer Prothese lebt. „2009 habe ich in einem Projekt von SODI in Vietnam selbst erlebt, wie sehr die Menschen Jahrzehnte nach Ende des Krieges noch immer unter den Folgen leiden.“, begründet Sebastian Krumbiegel sein Engagement.
Am 4. April ab 12 Uhr verkünden die beiden Organisationen gemeinsam mit Sebastian Krumbiegel (die PRINZEN) und Umedjon Naimov, der durch einen Minenunfall sein Bein verloren hat, vor dem Brandenburger Tor die final erreichte Zahl der an Außenminister Steinmeier gerichteten Unterschriftensammlung. Eine drei Meter hohe Beinskulptur des Künstlers Fabian Ketischs steht dabei sinnbildlich für die Opfer dieser grausamen Waffen und setzt durch das Befüllen der erreichten Unterschriften gleichzeig ein Zeichen gegen Minen und Streubomben. Ein erfahrener Kampfmittelräumer der Röhll Munitionsbergung GmbH zeigt auf einem künstlichen Minenfeld seine riskante Arbeit. Sowohl Sänger Sebastian Krumbiegel als auch Minenüberlebender Umedjon Naimov stehen der Presse im Anschluss als Interviewpartner zur Verfügung.

Die internationalen Hilfsorganisationen Handicap International und SODI kennen die Probleme durch Landminen und Streubomben aus ihren Projekten. Seit vielen Jahren unterstützen sie Opfer von Langzeitfolgen des Krieges und setzen sich in der internationalen Kampagnenarbeit für ein Verbot dieser Waffen ein. Deutschland ist den Verträgen über ein Verbot von Landminen und Streubomben zwar beigetreten und hat sich in diesem Bereich engagiert − um eine Welt ohne Minen und Streubomben Realität werden zu lassen, bedarf es jedoch noch weiterer wichtiger Schritte. Mit der Petition fordern SODI und Handicap International daher zum einen eine stärkere weltweite Unterstützung für die betroffenen Länder wie auch das persönliche Engagement des deutschen Außenministers für einen Beitritt von Partnerstaaten wie den USA zu den beiden Verbotsverträgen und zum anderen ein Verbot von Investitionen deutscher Geldinstitute in die Produktion von Streubomben in anderen Ländern. Die Petition kann noch bis zum 4. April unter www.zeigdeinbein.de unterzeichnet werden.

Zur Abschlussveranstaltung am Freitag, dem 4. April 2014, laden wir die Presse herzlich ein:
zum Brandenburger Tor, Pariser Platz, 12 Uhr
Ablauf:

Umrandet wird die Aktion von einer drei Meter hohen Beinskulptur, einem künstlichen Minenfeld, Stelzenläufer und lebensgroßen Tafeln von Minenopfern, die stellvertretend für über 500.000 Überlebende Opfer von Minen und anderen Blindgängern stehen.

Informationen / Kontakt:

 

Vielen Dank an alle, die die Kampagne 2014 möglich gemacht haben!       Ein großer Selbstbemalter Globus in der Mitte, drum herum Kinder die ihr Bein auf die Weltkugel halten