Presseerklärung vom 28.03.2012 – allgemein

Prominente zeigen Bein für eine Welt ohne Minen
4. April: Aktionen in Berlin und München am UN-Minentag

Mit einer einfachen Geste – einem hochgeschlagenen Hosenbein – zeigen Prominente wie Regisseurin Doris Dörrie, Schauspielerin Ulrike Folkerts, die Extremkletterer Huberbuam und über 50 PolitikerInnen Bein für eine Welt ohne Minen und fordern mit einer Petition an die USA, dass die US-Regierung endlich dem internationalen Minenverbotsabkommen beitritt. Höhepunkt der internationale Kampagne „Lend Your Leg – Zeig Dein Bein für eine Welt ohne Minen“, die in Deutschland von Handicap International und SODI umgesetzt wird, ist der 4. April – der internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahr. Bei Aktionen in Berlin und München zeigen an diesem Tag ab 12 Uhr erfahrene Kampfmittelräumer auf künstlichen „Minenfeldern“ ihre riskante Arbeit. Um 13 Uhr soll vor dem Brandenburger Tor in Berlin die Petition an die US-Botschaft übergeben werden.

In den vergangenen Wochen zeigten in Deutschland und weltweit Menschen mit der einfachen Geste eines hochgeschlagenen Hosenbeins, wie wichtig es ist, dass endlich in allen Ländern Landminen und Streubomben verboten werden. Prominente sowie Politikerinnen und Politiker aus allen im Bundestag vertretenen Parteien machen mit, darunter die gesamte Führungsspitze von Bündnis 90/Die Grünen. Die Extremkletterer Huberbuam haben sich auf einem Gipfel fotografieren lassen, Regisseurin Doris Dörrie auf Reisen; neben dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und Popsänger Sebastian Krumbiegel sind auch Schauspielerin Ulrike Folkerts sowie zwei ihrer Tatort-Kollegen Felix Klare und Hartmut Volle dabei. Alle Fotos der „gezeigten Beine“ werden auf der Webseite www.zeigdeinbein.de gesammelt, zudem kann dort auch die Petition an die USA unterzeichnet werden. Die Kampagne fordert damit von der US-Regierung, endlich dem Vertrag über ein Verbot von Anti-Personen-Minen beizutreten. 162 Staaten haben dieses 1997 geschlossene Abkommen bereits unterzeichnet.

„Jeder Mensch, der von einer Mine verletzt oder getötet wird, ist einer zu viel. Nur wenn endlich alle Staaten dieser Welt Minen verbieten, werden wir irgendwann keine Opfer mehr zu beklagen haben“, betont Doris Dörrie, die am 4. April in München dabei sein wird. Mit den Aktionen am 4. April am Berliner Brandenburger Tor und auf dem Münchner Marienplatz erfährt die Kampagne ihren Höhepunkt. Weitere Aktionen finden am 30.3. in Rostock und Augsburg im Rahmen der Ostermärsche der Friedensbewegung sowie am 3.4 in Bremen und in Hamburg statt.

Die internationalen Hilfsorganisationen Handicap International und SODI kennen die Probleme durch Landminen und Streubomben aus ihren Projekten für betroffene Menschen in von Kampfmitteln verseuchten Regionen. Beide unterstützen deshalb seit vielen Jahren die internationale Kampagnenarbeit für ein Verbot dieser Waffen.


Informationen / Kontakt:

INFO: Die Kampagne auf einen Blick

Pressebilder

Faktenblatt Landminen

Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International, 089/54 76 06 13, 0176/99 28 41 35 efischer@handicap-international.de

Dörte Lüneberg, Solidaritätsdienst-international, 030/9209093-17 d.lueneberg@sodi.de

www.handicap-international.de, www.sodi.de, www.landmine.de

Vielen Dank an alle, die die Kampagne 2014 möglich gemacht haben!       Ein großer Selbstbemalter Globus in der Mitte, drum herum Kinder die ihr Bein auf die Weltkugel halten