Presseerklärung vom 28.3.2014 – München

München zeigt Bein gegen Landminen und Streubomben

Mit einer großen Aktion am Richard-Strauss-Brunnen in der Münchner Fußgängerzone (siehe Foto) machen am heutigen Freitag Handicap International und der Solidaritätsdienst-international (SODI) den Erfolg einer Petition gegen Landminen und Streubomben sichtbar – als Teil der bundesweiten Kampagne „Zeig dein Bein. Hilf mit. Rette Leben.“ Die Petition an Außenminister Steinmeier fordert wichtige Schritte zu einer Welt ohne Minen und Streubomben. Zu Beginn der Aktion füllte ein Stelzenläufer eine 3 Meter hohe Kunstinstallation in Form eines Beins entsprechend der Zahl der seit Beginn der Kampagne am 1. März gesammelten 4.200 Unterschriften. Auch noch am Samstag und Sonntag wird die Aktion nachmittags und abends wiederholt und das überdimensionale Bein Schritt für Schritt gefüllt. Handicap International und SODI fordern dazu auf, die Petition vor Ort in München oder auf www.zeigdeinbein.de zu unterzeichnen und die Unterstützung für eine Welt ohne Minen wachsen zu sehen.

Das Symbol der Kampagne „Zeig dein Bein. Hilf mit. Rette Leben.“ ist ein hochgeschlagenes Hosenbein. Auch Prominente des Münchner Kulturlebens wie Regisseurin Doris Dörrie, die Extremkletterer Huber Buam, Schauspieler Felix Klare, Opernsänger Michael Volle und Komiker Arndt Schimkat zeigen auf Protestfotos Bein. Fabian Ketischs Skulptur trägt dieses Motto nun in den öffentlichen Raum: Die im Internet und bei Aktionen in München und ganz Deutschland gesammelten Unterschriften für die Petition an Außenminister Steinmeier werden mit der Kunstinstallation in Form des gefüllten Beines greifbar gemacht. Die Skulptur reist von München weiter nach Berlin zur Abschlussveranstaltung am UN-Landminentag, dem 4. April, ab 12 Uhr am Brandenburger Tor. Erst wenn die Skulptur komplett gefüllt ist, „zeigt sie Bein“.

Die internationalen Hilfsorganisationen Handicap International und SODI kennen die Probleme durch Landminen und Streubomben aus ihren Projekten für betroffene Menschen in von Kampfmitteln verseuchten Regionen. Beide unterstützen deshalb seit vielen Jahren die internationale Kampagnenarbeit für ein Verbot dieser Waffen. Deutschland ist den Verträgen über ein Verbot von Landminen und Streubomben beigetreten und hat in der Vergangenheit Entminung und Opferhilfe weltweit unterstützt. Eine Welt ohne Minen und Streubomben ist zwar noch lange nicht Realität, doch dieses Ziel kann erreicht werden. Die aktuelle Petition fordert daher zum einen eine stärkere weltweite Unterstützung  für die betroffenen Länder wie auch das persönliche Engagement des deutschen Außenministers für einen Beitritt von Partnerstaaten wie den USA zu den beiden Verbotsverträgen und ein Verbot von Investitionen deutscher Geldinstitute in die Produktion von Streubomben in anderen Ländern.


Information:

Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International, 089/54 76 06 13, 0176/99 28 41 35,

efischer@handicap-international.de

Bildmaterial

www.handicap-international.de, www.sodi.de, www.landmine.de, www.streubomben.de

 

Vielen Dank an alle, die die Kampagne 2014 möglich gemacht haben!       Ein großer Selbstbemalter Globus in der Mitte, drum herum Kinder die ihr Bein auf die Weltkugel halten