Presseerklärung vom 4. April 2013

Großes Kampagnenfinale von „Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“
Fast 50.000 Menschen unterstützen mit Petition Forderung nach Beitritt der USA zum Minenverbot

Berlin, München: Heute, am internationalen Tag zur Aufklärung über die Minengefahr, unterstützen 47.670 Menschen weltweit mit einer Petition die Forderung, dass die USA endlich dem internationalen Minenverbotsabkommen beitreten. Die internationale Kampagne „Lend your leg – Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“, die in Deutschland von Handicap International und SODI umgesetzt wurde, erreichte damit einen entscheidenden Vorstoß, um die US-Regierung endlich zum Umdenken zu bewegen.

Bekräftigt wurde diese Forderung am heutigen Tag mit großen Aktionen am Brandenburger Tor in Berlin sowie auf dem Marienplatz in München. Erfahrene Kampfmittelräumer zeigten auf künstlichen „Minenfeldern“ ihre riskante Arbeit und machten so auf die noch immer lauernden Gefahren von Minen aufmerksam. „Wir wissen aus unserer Arbeit in vielen verminten Regionen, wie mühsam und langwierig die Aufgabe der Entminungsexperten ist und sehen mit Besorgnis, wie die Konflikte der letzten Zeit wieder vermehrt Minen und Blindgänger hinterlassen,“ sagt François De Keersmaeker, Geschäftsführer von Handicap International Deutschland.

Seit dem Kampagnenstart am 1. März findet die Kampagne „Lend your leg – Zeig dein Bein für eine Welt ohne Minen“ weltweit und auch in Deutschland prominente Unterstützung. Mit einer einfachen Geste – einem hochgeschlagenen Hosenbein – zeigten hierzulande 33 Prominente, 55 PolitikerInnen aller im Bundestag vertretenen Parteien sowie zahlreiche BürgerInnen, wie wichtig es ist, dass endlich in allen Ländern Landminen und Streubomben verboten werden. Gestern kam zu den vielen Prominenten noch die belgische Prinzessin Astrid hinzu. (alle Fotos in Druckqualität auf www.zeigdeinbein.de).

Mit der internationalen Petition, die auch auf der deutschen Kampagnenseite www.zeigdeinbein.de unterzeichnet werden konnte, fordert die Kampagne von der US-Regierung, endlich dem Vertrag über ein Verbot von Anti-Personen-Minen beizutreten. 162 Staaten haben dieses 1997 geschlossene Abkommen bereits unterzeichnet. Die Geschäfts-führerin von SODI, Sylvia Werther, betont: „Für eine Welt ohne Minen ist der Beitritt der USA zum internationalen Minenverbotsabkommen besonders entscheidend, weil die USA in ihrer Vorbildfunktion andere Staaten dazu bewegen könnten, das Abkommen zu unterzeichnen.“ Da der US-Botschafter in Berlin für eine Übernahme der gesammelten Unterschriften am heutigen Tag nicht bereit stand, wurde das Petitionsbuch in einer symbolischen Aktion übergeben.

Nicht nur in Deutschland wird heute der UN-Minentag begangen. In zahlreichen Ländern finden ebenfalls Veranstaltungen und Aktionen statt. So hält im UN-Hauptquartier in New York UN-Generalsekretär Ban Ki-moon – der einer der ersten Unterstützer der Kampagne war und auch „Bein zeigte“ – im Rahmen der gemeinsamen Ausstellung „Für eine minenfreie Welt“ von Handicap International, SODI, medico international und vom Auswärtigen Amt eine Rede über die noch immer in bis zu 76 Ländern lauernde Minengefahr.

Informationen / Kontakt:

INFO: Die Kampagne auf einen Blick

Pressebilder

Faktenblatt Landminen

Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International, 089/54 76 06 13, 0176/99 28 41 35 efischer@handicap-international.de

Dörte Lüneberg, Solidaritätsdienst-international, 030/9209093-17 d.lueneberg@sodi.de

www.handicap-international.de, www.sodi.de, www.landmine.de

Vielen Dank an alle, die die Kampagne 2014 möglich gemacht haben!       Ein großer Selbstbemalter Globus in der Mitte, drum herum Kinder die ihr Bein auf die Weltkugel halten